Da mein Rad noch nicht repariert ist, begebe ich mich zu Fuß auf die Rutschpartie zur Uni. Die Bodensituation ist heute mal wieder höchstfaszinierend. Eine feste Schneedecke ist weitestgehend überfroren und entsprechend rutschig. Meine Wanderbewegungen verkommen zu Langlaufschritten ohne Ski. Immerhin falle ich nicht hin, was man nicht von jedem behaupten kann. Gerade noch standen an der Straßenkreuzung vor mir zwei ältere Damen. Als ich nach einem kurzen Blick auf den rutschigen Boden wieder aufschaue, steht dort nur noch eine und die andere sitze auf dem Hosenboden. Zum Glück ist nichts passiert und die Omis und die herbeigeeilten Helfer nehmen die Situation mit viel Humor.
Aber die Wanderung durch die Winterlandschaft ist nicht nur gefährlich, sondern auch beeindruckend. Alles sieht leicht verändert aus. Und der Fluss gleicht zu großen Teilen eher einer Eiswüste. Von der Kulisse beflügelt, beschließe ich die Wanderung zur Uni, noch um eine Tour zu Lidl und einen zugegebenermaßen unfreiwilligen (das gewünschte Buch, gibt es in der Uni nicht) Abstecher zum Arktikum am anderen Ende der Stadt zu erweitern. Insgesamt komme ich so auf gut acht Kilometer. Aber kein Grund zur Beschwerde, ganz im Gegenteil. Durch die einsetzende Dämmerung und den zum Ende sehr heftigen Schneefall wird die Wanderung sehr interessant. Trotzdem bin ich dann doch froh, irgendwann heile zuhause anzukommen.

Schneeballattacke
So gegen 17 Uhr klingelt es an unserer Tür und draußen steht eine Horde Spanierinnen, die Schneebälle in die Wohnung ballert. Zum Glück haben wir eigenen Schnee auf dem Balkon, so dass wir uns gepflegt rechen können. Hach, Freude.

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