Zugegeben das Datum stimmt nicht ganz, aber das stört weder das kanadisch-niederländisch-schottische Organisationskomitee noch die Kuntotie-Gemeinde. Heute Abend wird Halloween gefeiert, basta. Also finde ich mich in den Second-Hand-Shops wieder, um nach schrecklichem Kram zu suchen. Doch wie immer, wenn man etwas sucht, und sei es noch so grausig, man findet es nicht, ;-). Während sich sonst die Scheußlichkeiten in den Regalen stapeln, ist es heute eher normal. So fällt nach und nach jede meiner Verkleidungsideen weg, aber zum Glück hatte ich ja einen Plan “F” entwickelt, ;-). Auf Lidl ist eben Verlass. Dort kaufe ich Halloween-Fensteraufkleber und befestige diese an einem Bettlaken. Oben noch ein Loch rein und ich bin ein wunderbarer Halloween-Geist, ;-). Magda, die sich bei uns in der Bude schminkt betreibt da schon mehr Aufwand. Als sie nach 20 Minuten Badezimmer-Exil wieder auftaucht, hat sich ihr Gesicht in ein schreckliches Kunstwerk verwandelt. Gruselig, :-).

Jetzt sind wir bereit für den Trubel. Und die Party ist schon in vollem Gange. Tatsächlich ist der Kelleraum brechend voll. Überall tummeln sich sehr witzige und zum Teil sehr grausige Charaktere. Wirklich jeder ist verkleidet. Das Spektrum reicht dabei vom Pappschild (französisch: “Ich bin das schlechteste Zeugnis, das du jemals bekommen hast.”) bis hin zu Bombenlegern, Gehängten, Teufeln, und und und. Meine Lieblingskostüme sind die Mischung aus Pipi Langstrumpf und besoffenem Wikinger sowie die Gestalt aus Alice im Wunderland. Scheinbar verkleidet sich jeder als das, was er am meisten fürchtet. Das wäre eigentlich mal eine Forschung wert, aber heute habe ich den Forscher in mir zuhause gelassen. Das ist auch gut so, denn die Stimmung ist Bombe. Und endlich schaffen wir es auch mal wieder, dass die Polizei die Party beendet, :-).

Doch davon lassen wir uns nicht stoppen und wir düsen zum Klub Tivoli. Passend zu Halloween gibt es ein paar Hindernisse bei der Anreise. Ich breche den Schlüssel fürs Fahrradschloss im Schloss ab. Naja, wir haben ja noch Magdas Rad. Da ich heute mal versuche ein Gentleman zu sein, erkläre ich mich auch bereit zu strampeln, ;-). Vor Tivoli ist eine riesige Schlange. Scheinbar waren alle vorher auf privaten Partys. Leider sagt mir die Musik im Klub nicht so zu. Irgendwie warte ich auf den Ladenschluss um 4, aber der kommt nicht. Denn heute wird ja die Uhr zurück gestellt, so lang kam mir eine solche Uhren-Rückstell-Nacht noch nie vor, :-). Irgendwann gehe ich dann einfach nach Hause.

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