Nokia-Stiefel

Hm, das Wetter gestern hat mal wieder gezeigt: Ich bin nur teilweise für die Urgewalten der Natur gerüstet. Was mir vor allem fehlt sind Schuhe, die ein wenig Regen vertragen. Und genau die suche ich heute. Dabei stolpere ich im Kaufhaus auch über Gummistiefel von Nokia. Um mal ein bisschen klugzuscheißen und falls es wirklich jemand noch nicht wusste, der in NRW ja nicht mehr ganz so beliebte große Hersteller von Handys verdiente sein erstes Geld mit diesen Produkten. Und auch heute scheint man damit ganz gut zu fahren. Denn Gummistiefel sind im Straßenbild auffällig präsent. Und es gibt sie nicht nur in Standardgrün, sondern auch sehr modisch. Bei Stiefel von Nokia frage ich mich, ob vielleicht eine geheime Kommunikationseinheit eingebaut ist? Das “N-Boot” als längst schon erfundene Antwort auf das IPad? Mit griffigem Gummisohlen-TouchPad? Irgendwie kann ich mir aber nicht so ganz vorstellen, mir so ein Ding ans Ohr zu halten, ;-). Wie auch immer, der Sonder-Preis von 34 Euro schreckt mich noch, da suche ich doch erstmal nach anderen Tretern. Wobei so Stiefel ja doch einen Vorteil hätten. Wenn sie mir nicht mehr gefallen, melde ich mich einfach zu einem der sinnigen, finnischen Wettbewerbe an und schmeiße sie durch die Gegend, ;-).

Sonne am See

Da auch der Second-Hand-Laden keine passenden Treter für mich hat, beschließe ich am See die Sonne zu genießen und einfach nicht an Regen zu denken. Bei dem herrlichen Anblick schießt mir durch den Kopf, wie weise es doch war, gestern Abend auf Wasser umzusteigen. Wäre doch zu schade gewesen, den ganzen tag im Bett zu bleiben. 13 Uhr hat ja vollkommen gereicht, ;-).

Bücherei

Ha, nach der Erfindung von Büchern (und dabei ist mir egal, ob sie geschrieben werden oder ob die Chinesen oder Gutenberg den Buchdruck erfunden haben) ist der Erfindung von Buchaufbewahrungsorten, sogenannten Büchereien, die zweitgrößte Erfindung der Menschheitsgeschichte. Und zu meinem Glück besitzt auch Rovaniemi einen solchen Palast der geistigen Nahrung. Und der ist Ähnlich gut ausgestattet wie die Freudenhäuser in Ratingen und Marburg. Dazu kommt dann noch das edle Design von Alvar Aalto. Zugegeben, das Design fixt mich nicht so an, aber die Tatsache, dass ich für lau englischsprachige Bücher und Filme ausleihen kann ist super, ;-). Jetzt verstehe ich, warum uns die Führerin bei der Sightseeingtour hierher geschleust hatte. Randnotiz: Die Öffnungszeiten im Winter sind länger. Damit deuten sie auf die soziologische Tatsache hin, dass Menschen im Sommer eher nackt am Sommerhaus durch die Natur hüpfen oder Angeln. Ich frage mich allerdings, woran man Winter und Sommer festmacht, denn es gibt keinen Datumsangaben. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Temperaturen auch kein allgemeingültiger Faktor sein dürften, ;-).

Babylonisches Sprachgewirr

Zuhause stelle ich fest, dass die ausgeliehene DVD keine englischen Untertitel besitzt. Hm, dann schaue ich das schwedische Meisterwerk eben mit finnischen Texten, ;-). Ist ganz lustig und ich verstehe doch etwas, zugegeben die Story ist auch nicht sehr anspruchsvoll. Ein Mann und eine Frau lieben sich, die ist einem anderen versprochen, trotzdem gibt es einen “Unfall”, also komm die Frau ins Kloster und der Mann zieht ins gelobte Land, um Heiden zu töten. Wem es noch nicht aufgefallen ist, Arn – so der Titel – spielt im blutigen Mittelalter, als man noch Bonuspunkte fürs Abmetzeln von Heiden bekam. Manch Ami wird sich bestimmt in diese Zeit zurückwünschen, aber lassen wir es nicht zu politisch werden. Denn der Film ist doch gut und trotz Ethos auch angenehm kritisch. Vor allem aber ist es ist witzig, dem schwedischen Singsang zu lauschen, die Sprachmelodie ist echt klasse. Irgendwann im Film sprechen die Darsteller plötzlich Englisch, ich brauche einen Augenblick, bis ich das raffe. Aber dann fällt es wie Schuppen von den Augen. Ist doch klar: In Schweden wird Schwedisch gesprochen, Mönche in Klostern stammen aus aller Welt, also englisch, und ja Heiden sind immerhin so schlau ein wenig Englisch zu lernen, schließlich müssen sie den Kreuzfahrern ja mitteilen, wann und wie sie sie töten, ;-).

Schreibe einen Kommentar