Aktuelle Show:
Ulapland – Rovaniemi / 31.01. – 16.02.2017

Vorherige Shows:
Cafe Roter Stern – Marburg / 01.11.2016 – 02.01.2017
CPFI – Le Mans / 06.06. – 06.07.2016

Beschreibung:
Infektion mit der Arktis – persönliche Einblicke ins Leben auf der Kola-Halbinsel
Eine Tasse Tee, ein vereister Friedhof, konzentrierte Vorbereitung vor einem Rentier-Rennen, eine einsame Holztoilette in einer gefrorenen Landschaft, harte hard körperliche Arbeit im Rentier-Koral, farbige Polarliochter, süße Rentiergesichter und breites Lächeln – jedes Bild ist wie ein einzelenes Fenster, das einen Blick auf das Leben auf der Kola-Halbinsel erlaubt. Zusammen geben alle Fenster einen tieferen Einblick in meine Erlebnisse in der Region. Die Bilder spiegeln wieder, wie tiefere Bedeutungen für mich sichtbar wurden und erklären, wie sich meine Infektion für die Arktis entwickelte.

Für mich schließt die Ausstellung einen Kreis. Ich kann mich noch sehr lebhaft daran erinnern, wie ich vor fünf Jahren zum ersten Mal ins Dorf Lovozero stolperte, ohne jegliche Russischkenntnisse und noch nicht einmal in der Lage, das Hotel zu finden, welches vorher für mich gebucht wurde. Heute, drei Reisen später und in der Vorbereitung meines ersten Besuchs im Sommer, gibt mir der Gedanke an dieses – nicht allzu schöne Dorf – heimatliche Gefühle und Erinnerungen an freundliche Gesichter und die immer präsente Tasse Tee – Gefühle und Erinnerungen die ich gerne teilen würde.

Ich werde häufig mit Vorurteilen konfrontiert, wenn ich Menschen von meinen Reisen in die Region erzähle. Wenn Leute zuhause wissen, wo sich die Kola-Halbinsel auf dem Globus befindet, haben viele von ihnen Bilder von armen Menschen in Zelten, die Schnee essen. Mit diesen Zerrbildern werde ich nicht nur zuhause konfrontiert, sondern auch von einigen meiner Freunde in Sankt Petersburg. “Sami sprechen kein Englisch.” “Sie trinken ständig.“ “Du wirst vor Ort in einem Zelt erfrieren.” – dies sind die häufigsten Reaktion. Ich habe bisher das absolut gegenteilige erlebt.  Deshalb lade ich Euch ein, diese faszinierende Region durch meine Bilder zu entdecken, wichtig dafür ist die Bereitschaft zu einem unvoreingenommenen Blick. Auf dieser Grundlage ist meine Ausstellung nicht nur eine bunte Sammlung meiner Erlebnisse. Sie gibt mir auch die Möglichkeit, Danke zu sagen für all die großartigen Abenteuer und wertvollen Begegnungen. Und für die ganz mutigen unter Euch: Geht und besucht die Region, genießt Eure Tasse Tee und lernt die Kola-Halbinsel selbst kennen! Dobro pozhalovat‘ na Kolskiy poluostrov!