Heute ist ein guter Tag, das liegt weniger an der Tatsache, dass ich doch sehr früh aufstehen muss, als vielmehr daran, dass alles recht reibungslos läuft. Die Pass-Abholung verläuft ebenso unproblematisch wie die Fahrt zum Flughafen und der Check-Inn. Wir haben sogar noch fast zwei Stunden Zeit bis wir überhaupt in den Flieger dürfen. Und ich habe einen Fensterplatz. Das bedeutet traumhafte Sicht auf Alpen und Mittelmeer. Jetzt kann ich sagen, Lammcurry schmeckt über der Adria noch mal so gut, ;-). Dann geht es über Lybien und Ägypten. Sehr interessant, wie der Nil eine grüne Schneise in die sandgelbe Wüste zeichnet. Den Sonnenuntergang erleben wir dann überm Roten Meer. Mit “The Who” im Ohr ein fast romantischer Augenblick. Und dann setzte ich zum ersten Mal Fuß auf arabischen Boden, naja, zumindest fast. Denn der Flieger landet in Jedda zwischen. Die von Gangolf angekündigten Religionswärter lassen sich zwar nirgends blicken, dafür bietet die nächtliche, hell beleuchtete Stadt aus der Luft einen tollen Anblick.

Die Einreise in Asmara verläuft dann auch wieder völlig problemlos und wir sind recht pünktlich: es ist ca. 22.40. Wir müssen aber anmelden wie viel Geld wir mitbringen und was wir an technischen Geräten dabei haben. Beide Quittungen sind sorgfältig aufzuheben, sie müssen bei der Ausreise wieder vorgelegt werden. Das quitschende Gepäckband stellt und schon mal auf eritreische Zeit ein, es spuckt unser Gepäck fast zum Schluss aus, dafür wartet Hagos schon auf uns. Die Fahrt zum Hotel ist recht schnell. Unser Hotel, das Ambassoira (wahlweise auch Ambasoira oder Embasoira, das nimmt hier keiner so genau) ist sehr interessant. Im Landesvergleich hat es etwa 4 Sterne, nach deutschen Maßstab lässt sich das schwer beurteilen. Dazu sind Ausstattung und Inventar zu seltsam, ;-). Aber die Zimmer sind sauber das reicht für heute. Zudem sind sie recht geräumig, gut dass ich mir mein Bad mit einer Kakerlake teile – vielleicht ist es ja auch eine verkleidete Wanze vom eritreischen Geheimdienst, der Ausländer gerne überwacht, ;-). Der Abend klingt mit einem Asmara-Bräu aus, einheimisches Bier aus Flaschen ohne Label, schmeckt aber gut.

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